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Der Sonic Cycle – Ein Gesetz der Serie?

13. Februar 2012

Spielefans wollen bei Sega’s Maskottchen Sonic einen seltsamen Kreislauf entdeckt haben. Die GamerGasse hat sich angeschaut, was dahinter steckt.

Seit Jahren geistert der so genannte Sonic Cycle schon durch’s Netz.

Ein Teufelskreis? (zum Vergrößern klicken)

Und er macht einen perfiden Sinn: wann immer ein neues Sonic-Spiel angekündigt wird, keimt Hoffnung auf, es könnte endlich den ersehnten Wiederaufstieg des gebeutelten Sega-Maskottchens in die höheren Spielspaßdimensionen bedeuten. Auf den ersten Screenshots sollen dabei nie Charaktere aus Sonics mittlerweile stark angewachsenem Freundeskreis zu finden sein. Wochen später gibt’s dann weitere Screenshots, auf denen auch das erste Mal alte und neue Freunde zu sehen sind. Das schließlich dämpft die Erwartungen. Wird der jeweilige Ableger dann released, fallen die Spieletester über den Titel her, Forenuser mäkeln herum und alle sind sich einig, dass dies mal wieder kein gutes Sonic-Spiel war und man die Serie wohl abschreiben kann. Und dann kommt die nächste Ankündigung…

Sicher ist dieser von Fans erdachte Teufelskreis auf gewisse Art arg gehässig, aber eben wohl auch aus Verzweiflung geboren: Sonic hat sich ja in den Neunzigern einen durchaus guten Ruf als cooleres Mario-Äquivalent und schnelles Jump’n’Run erarbeitet, das, sobald man es mal beherrscht, einen regelrechten Gameplay-Flow entfacht, der zwar nicht unbedingt an die Design-Perfektion des Nintendo-Klempners heranreicht, wohl aber Spaß macht.

Und seit Anbruch der 3D-Ära schaffen es die Entwickler bei Sega um’s Verrecken nicht, ein in sich funktionierendes und schlicht spaßiges Spiel zu kreieren, das jenes Sonic-Spielgefühl wieder aufleben lässt. Stattdessen kippt man sinnlose Gameplayelemente und belanglose Charaktere drauf.

Es ist blanke Ironie, dass das wohl beste Sonic-Spiel der letzten Jahre von Bioware kam und auf dem DS veröffentlich wurde. Ohnehin waren die GBA- und DS-Ableger keine schlechten Spiele, aber Sonic hat den Anspruch, eine große Marke für die großen Konsolen zu sein. Die vielen erfolglosen Versuche können wohl nicht mal mehr Fans auseinanderhalten.

Aber immerhin, und das soll hier nicht unter den Tisch fallen, hört man allenthalben Positives über die jüngste Inkarnation Sonic Generations vom Oktober 2011. Hier hat man sich offenbar auf alte Stärken fokussiert und vor allem beschränkt: stylishes, schnelles und beherrschbares Jump’n’Run-Spektakel.

Möge es der Auftakt sein zu neuen glorreichen Zeiten für den schnellen Igel und vor allem für das Ende des unsäglichen Sonic Cycle.

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From → GassenGespräch

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