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Plants vs. Zombies

9. Februar 2012

PopCap startete schon mit seinen anderen Knobelknüllern wie den diversen Bejewled-Varianten, Zuma oder Peggle den Großangriff auf unsere knapp bemessene Spielefreizeit. Doch da mich weder Juwelenschiebereien, Murmelballereien noch Ballknobeleien nach dem kurzen Suchteffekt so richtig fesseln konnten, musste die kreative Spieleschmiede schon das ganz große Fass Skurrilität aufmachen. Plants vs. Zombies ist nämlich genau das: Pflanzen gegen Zombies.

Die seelenlosen Gehirnfresser wüten durch die Stadt und halten nun genau auf unser Haus samt Garten zu. Die letzte Bastion sind bunte Blumen und allerlei anderes Gartengrünzeug. Das Spiel eifert den derzeit angesagten Tower-Defense-Spielchen nach: eine Gruppe Feinde wandert auf einem festgelegten Pfad auf die eigene Basis (hier: das Reihenhaus) zu, was der Spieler durch das Bauen verschiedener Türme mit verschiedenen Funktionen verhindern muss.

Diese Türme sind hier also Pflanzen, und die können eine ganze Menge: grüne Exemplare (in mehreren Stärkestufen) spucken Kerne was das Zeug hält, um den Zombies nach mehreren Treffern schließlich die Rübe vom Kopf zu feuern und sie so zu besiegen. Die blauen Brüder spucken Eiszapfen, die den Gegner verlangsamen. Die Sonnenblumen schließlich erzeugen Sonne, die Währung im Spiel, mit der man neue Pflanzen kaufen kann. Überhaupt hat PopCap hier wirklich eine riesengroße Auswahl an mehr oder weniger sinnvollem Grünzeug zu bieten: Gegner wegsprengen, Gegner aufhalten, Gegner auf die eigene Seite ziehen, Gegner ausräuchern? Gibt es alles. Wirklich jeder abgeschlossene Level bringt eine neue Abwehrblume oder ein neues Spielelement dazu. Teilweise spielen die Level auch nachts oder im Hinterhof mit Pool, was ganz andere Taktiken erfordert. Man muss den Entwicklern hier wirklich ein Kompliment machen: trotz der bescheuert-liebenswerten Aufmachung steckt hier ein durchdachtes, durchaus komplexes und taktisch hochinteressantes Spiel drin.

Je mehr Gegner man erledigt, umso mehr Geld sackt man ein. Das lässt sich in einem Shop gegen allerlei hilfreiche Items eintauschen; immer gerne gesehen ist beispielsweise eine Erweiterung der begrenzten Pflanzenslots: man darf nämlich nicht alle Pflanzentypen in jedes Match mitnehmen, sondern muss – nach dem Blick auf die anstürmenden Zombies – einige passende auswählen. Denn auch bei den Gegnertypen hat PopCap ganze Arbeit geleistet: der Standardzombie wird begleitet von den schnellen Football-Zombies oder den tückischen Stabhochspringern, die Hindernisse einfach überspringen. Besonders fies sind die mit Zubehör ausgestatteten Kaliber: ein Zombie mit einem Blecheimer auf dem Kopf oder einer Tür als Vorhalteschild hält nämlich ungleich mehr aus als der ungeschützte Kollege.

Steckt in Plants vs. Zombies also mindestens schon ein vollwertiges und angenehm umfassendes Tower Defense, reißen einen die zahlreichen Minispiele und der geniale Puzzlemodus dann endgültig in den Suchtstrudel. Allein das Zombiebowling wäre den Preis wert. Hat man sich dann durch das Vasenspiel mit zufälligen Pflanzen geknobelt, eine Slot-Machine bedient, eine Partie Zombie-Bejeweled gespielt, sogar den Spieß umgedreht und die Zombies selbst auf den Vorgarten gehetzt und letztendlich die über 20 Minispiele freigespielt, kann man nicht anders als das Spiel zu lieben. Der knuffige, absolut stimmige Stil überträgt diese geniale ironische Atmosphäre wirklich gekonnt.

Ich ziehe meinen Hut: PopCap hat hier ein absolutes Suchtspiel geschaffen, das erstaunlich viel Substanz und taktische Spieltiefe bietet und vor allem dank der endlos motivierenden Minispiele auch im Umfang seinem Preis mehr als gerecht wird.

Hinweise: Eine Demo zum Spiel gibt es auf der Entwickler-Webseite.

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From → GassenGames

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